Fingerübungen am Klavier - Tipps für Anfänger

Fingerübungen sind unbeliebt, weil sie anstrengend und schwierig sind. Aber wozu machen dann Profis solche Übungen? Es gibt die eine oder andere Übung, die sinnvoll ist, da du damit deine Fingerfertigkeiten wie Kraft, Schnelligkeit und Unabhängigkeit trainieren kannst. Hier gehts zu meinen Empfehlungen!

 

Grundsätzlich unterscheidet man die Übungen danach, was sie trainieren - also welchen Zweck man damit erreichen möchte. So gibt es beispielsweise Übungen für die Unabhängigkeit der Finger untereinander (zwischen Ring- und kleinem Finger z.B.) oder zwischen der linken und der rechten Hand. Dann gibt es Übungen für die Beweglichkeit der einzelnen Finger. Zuletzt gibt es Übungen für die Kraft in den Fingern - auch Anschlag genannt. Diese 3 Kategorien sind eine grobe Einteilung und dienen dazu eine Übersicht über die Möglichkeiten von Fingerübungen beim Klavier spielen zu erhalten. Ich als Klavier-Coach zeige in den folgenden Abschnitten, worauf du gerade als Anfänger besonders achten solltest.

Womit als Klavieranfänger anfangen

Wenn du noch nie zuvor Fingerübungen gemacht hast, weil du gerade erst anfängst Klavier zu spielen, oder noch nie davon gehört hast, dann sind die folgenden Zeilen für dich enorm wertvoll.

Als Beginner empfehle ich Übungen zu wählen, die deinen Anschlag trainieren. Das ist meistens zu Beginn die größte Schwäche, da die Kraft bei Anfängern nicht aus den einzelnen Fingern kommt, sondern aus dem Handgelenk bzw. Arm. Denn für die weiteren Übungen ist es von Bedeutung, dass jeder Finger stark genug ist, um einen eigenen starken Anschlag zu haben. Nur so kannst du später sicher sein, dass die weiteren Übungen funktionieren. Am Ende des Beitrags findest du eine Übungsreihe mit Übungen.

Wie lange die fingerübungen spielen

Diese Frage erreicht mich als Klavier-Coach und Klavierlehrer immer wieder. Übungen sind zunächst dazu da, um Schwächen in Stärken umzuwandeln. Ist das gelungen, müssen diese immer wiederholt werden - man kennt das Szenario aus der Schule. Wiederholung festigt!

Daher empfehle ich am Anfang eine Übung täglich 5 Minuten zu spielen. Zu langes Üben von einseitigen Übungen führt schnell zu Verkrampfungen und Verletzungen. Schon nach 1 Woche wirst du spüren, wie die Übung dir immer leichter fällt. Führe die Übung weitere 2 Wochen täglich für 5 Minuten aus. Wenn du meinst, dass die Übung nun sicher klappt, kannst du den Abstand auf 2-3 mal pro Woche reduzieren. 

auf die korrekte ausführung achten

Ganz wichtig! Nicht die Geschwindigkeit ist entscheidend, sondern die saubere und korrekte Ausführung der Übungen. Nur so erreichst du auch die gewünschte Anpassung deiner Finger. Das heißt, durch Überkompensation wird die Ausführung übertrieben ordentlich ausgeführt - damit erreicht man dann beim Klavierspielen eine normale Ausführung. 

Stell dir einmal vor, du möchtest den kleinen Finger trainieren. Dem bekanntlich schwächsten Finger fehlt es meistens an Kraft und ist schwer vom Ringfinger zu trennen. Nun wird in der Übung diese Fähigkeit extrem trainiert, damit der kleiner Finger an Kraft gewinnt. Ganz nebenbei sind die Übungen für diesen Finger ganz besonders unangenehm beim Klavierspielen.

Beispiel: die universal Übung

So können solche Fingerübungen ablaufen. Diese Übung kannst du mit verschiedenen Rhythmen spielen, um sie so interessanter zu gestalten. Als Anfänger solltest du versuchen, dass jeder Ton gleich stark angeschlagen wird. Dabei hilft es kurze Töne zu spielen, besonders die schwachen Finger (4. & 5. Finger).

Wenn du hierzu Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben oder hier klicken. Ganz wichtig sind natürlich wieder die Empfehlungen von einem Klavier-Coach, mit denen du Übungen abspielen kannst.

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